Mikroplastik: die unsichtbare Gefahr

Man sieht sie nicht, aber trotzdem stellen sie eine große Gefahr für Tier, Mensch und Umwelt dar: Mikroplastikteilchen. In fast allen konventionellen Beauty-Produkten verstecken sich die winzigen Kunststoffpartikel.

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Immer mehr Plastik: Seit 1950 wurden laut einer US-Studie weltweit rund 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff hergestellt, wovon nach Schätzungen nur noch 30 Prozent im Einsatz sind. Der Rest ist im Abfall wiederzufinden. Allein 5,4 Kilo Mikroplastik gelangen in Deutschland pro Einwohner im Jahr in die Umwelt und dieser zersetzt sich sehr langsam. In Sekunden produziert, abgebaut in Jahrzehnten. So braucht beispielsweise eine PET-Plastikflasche 450 Jahre und eine Plastiktüte zehn bis zwanzig Jahre, bis sie sich zersetzt hat. Zum Vergleich: Eine Zeitung zersetzt sich in sechs Wochen, ein Apfelgehäuse in zwei Monaten.

 

Was ist Mikroplastik und wie entsteht es?

Mikroplastik-Partikel sind Polymere und winzig klein. Nach einer Definition des Umweltbundesamtes sind sie nicht größer als fünf Millimeter. Die Kunststoff-Partikel sind fest, wasserunlöslich und nicht abbaubar. Es wird dabei zwischen zwei Arten dieser synthetisch hergestellten Polymerstoffe unterschieden. Dem primären Mikroplastik, welche bei der Herstellung und Verarbeitung des Plastiks entsteht und dem sekundären Mikroplastik durch Abrieb von Autoreifen oder Zersetzung. Hierzu zählen auch die eingesetzten Partikel in Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln. Gerade in der Kosmetikindustrie werden neben Mikroplastik-Partikel flüssige Kunststoffe eingesetzt, die für uns im Gegensatz zu z. B. Peelingkörnern oft gänzlich unbemerkt bleiben.
 
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Unklare Auswirkungen der unsichtbaren Kunststoffe

Langzeitforschungen zu Plastik gibt es derzeit noch nicht. Jedoch sind Folgen für Natur, Meeresbewohner und letztlich auch uns von großer Wahrscheinlichkeit, obwohl die Partikel fürs Auge kaum sichtbar sind. Gerade das macht sie so gefährlich. Durch die winzige Größe können die Teilchen ungehindert unsere Kläranlagen passieren und so im Meer landen. Einmal mit einem plastikversetzten Produkt duschen reicht aus, um 100.000 Plastikteilchen ins Abwasser zu transportieren. Dort werden sie von Meeresbewohnern in Ozeanen und Seen aufgenommen und gelangen so in unsere Nahrungskette. Wenn Sie also das nächste Mal einen Speisefisch oder Meeresfrüchte wie Muscheln oder Garnelen auf Ihrem Teller haben, kann es sein, dass Sie Ihren eigenen Abfall verzehren. Da Mikroplastik ein Fremdkörper ist, können dadurch Entzündungen im Körper ausgelöst werden.

 

Mikroplastik in Kosmetik: Warum wird es verwendet?

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Ob in fester oder flüssiger Form: In fast allen konventionellen Kosmetikprodukten lassen sich Mikroplastik-Partikel finden. Sie dienen vorwiegend als Emulgatoren, Verdicker, Tenside, Peelingpartikel, Pflege- und Konservierungsstoffe. In Duschgelen, Shampoos, Cremes oder dekorativer Kosmetik werden sie gerne eingesetzt, da sie praktisch und für die Hersteller preiswert sind.
 
 

Alternativen zu Mikroplastik

Selbstverständlich gibt es zahlreiche "natürliche" Alternativen zu Mikroplastik, die keine verherenden Folgen für die Umwelt haben. Zertifizierte Naturkosmetik wie die von Santaverde beinhaltet keinerlei Mikroplastik, z. B. werden unsere pflanzlichen Emulgatoren aus Samen der Rizinuspflanze gewonnen. Natürliche Verdicker wie Xanthan und Konservierungsstoffe wie Anissäure aus Sternanis oder Basilikum werden alternativ eingesetzt. Die Santaverde Produkte enthalten pflegende Öle wie Nachtkerzen- oder Mandelöl, um die Haut zart und geschmeidig zu hinterlassen. In unseren Reinigungsprodukten kommen milde Tenside zum Einsatz, welche die Haut gründlich aber sanft reinigen wie z. B. natürliche Aminosäuretenside aus Kokosnussfettsäuren.

 

Plastik vermeiden: Umweltschutz beginnt zu Hause

Ein Umdenken in der Gesellschaft ist bereits zu erkennen. Es gibt immer mehr Tipps rund um das Thema "Plastikfrei leben" sowie zahlreiche Forderungen wie beispielsweise die der internationalen Umweltorganisation Greenpeace, den Einsatz von Mikroplastik in Kosmetik gesetzlich zu verbieten. Bislang herrscht allerdings kein offizielles Verbot. Deswegen gilt es als Verbraucher, selbst aktiv zu werden und zwar bereits im Badezimmer. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe der Kosmetikprodukte kann der erste Schritt sein, um der Umwelt etwas Gutes zu tun.
 
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Mikroplastik erkennen

Mikroplastik zu erkennen ist bei den langen INCI-Listen und dem Buchstabensalat gar nicht so einfach. Klassische Beispiele, die Sie vermeiden sollten sind: Acrylate Copolymer, Acrylate Crosspolymer, Dimethicone, Dimethiconol, Methicone, Nylon, Polyamide, Polyacrylate, Polymethyl methacrylate, Polyquaternium, Polyethylene, Polyethylene glycol (PEG), Polyethylene terephthalate (PET), Polypropylene (PP), Polypropylene glycol (PPG), Polystyrene (PS), Polyurethane (PUR), Siloxane, Silsesquioxane.

 

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Um diese Inhaltsstoffe zu identifizieren, lohnt sich ein Blick in den Einkaufsratgeber vom BUND oder in den Greenpeace-"Einkaufshelfer fürs Portemonnaie", welche alle Produkte mit Kunststoff auflisten. Für unterwegs bieten Apps wie "CodeCheck", "Beat the Microbead" oder "ToxFox" durch Scannen der EAN-Codes schnelle Hilfe bei der Kaufentscheidung. Generell gilt: 100%-ige Sicherheit bieten Naturkosmetiksiegel wie z. B. das auf allen Santaverde Produkten aufgedruckte NATRUE-Siegel – NATRUE zertifiziert nur Produkte aus reinen Naturstoffen. Denn Schönheit und wirksame Kosmetik kommt auch ohne Mikroplastik aus.
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